Schule an der Sieg - Sekundarschule Eitorf

  

Lernen, um anderen zu helfen

 

Ausbildung der Schulsanitäter/innen

 

„Ja, zugegeben, wir haben das Gewicht unterschätzt!“, stöhnten die Schülerinnen und Schüler des Profilkurses „Sport und Gesundheit“ (Stufe 9), während sie die Trage mit einer „verletzten“ Person vorsichtig ablegten. Wesentlich leichter schien es, seinen Mitschüler auf der Rolltrage in den Rettungs­wagen zu manövrieren und dort der ärztlichen Fürsorge zu überlassen. Interessiert beobachteten die Sporthelfer- und Schulsanitäter/innen, welche ärztlichen Geräte in den vielen Schränken im Rettungswagen unterge­bracht waren, und ließen sich diese ausführlich erläutern.

 

Nachdem die ausgebildeten Sporthelfer/innen im letzten Schuljahr einen ganztägigen Erste-Hilfe-Kurs absolvierten, werden sie nun in Stufe 9 weiterhin in Erster Hilfe fortgebildet, um als Schulsanitäter/innen tätig sein zu können. Damit sie wissen, wie ein möglicher Einsatz in der Praxis aussieht, erklärte sich Herr Weber vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) bereit, den engagierten Schülerinnen und Schülern das Geschehen vom Notruf bis hin zum Krankenhaus zu erläutern. Dazu erschien er mit einem Fahrer des DRK und präsentierte und erläuterte die Funktionen und Geräte innerhalb und außerhalb eines Rettungswagens. Im Zuge dessen konnten einzelne Schülerinnen und Schüler auch ihren Blutdruck messen. Dabei brachten sie gekonnt ihr Vorwissen ein, welches sie im Rahmen des Erste-Hilfe-Kurses und der letzten Profilkurseinheiten erworben hatten, wobei sie dieses Mal ohne Verbandsmaterial auskommen mussten.

 

Weiterhin besuchten die Schulsanitäter/innen die Feuerwache in Eitorf, wo sie viele Details über die verschiedenen Einsatzwagen und -möglichkeiten der Feuerwehrleute erfuhren. Beeindruckend war das Gewicht der Ausrüstung, welche die Feuerwehrleute bei einem Einsatz tragen müssen, und die vielen technischen Möglichkeiten, die an den verschiedenen Einsatzwagen zur Verfügung stehen.

 

Eine weitere Exkursion führte die Schulsanitäter/innen ins Eitorfer  Krankenhaus. In diesem bekamen sie erläutert, wie das Vorgehen vom Eintreffen des Krankenwagens bis hin zu den zahlreichen Behandlungsmöglichkeiten abläuft. Sie besichtigten die Notaufnahme und verschiedene andere Stationen, wobei ein ganz plötzlich aufgetretener "Bruch" in Leons Unterarm spontan und von allen genau beobachtet geschient wurde. Das erfolgreiche Desinfizieren der Hände stellte sich währenddessen als wahre Kunst heraus, welche von dem ein oder anderen Schulsanitäter noch erlernt werden muss. Im Anschluss daran äußerte der "verletzte" Leon, dass der spontane Bruch im Unterarm blitzschnell verheilt war, sodass die Schiene wieder entfernt werden konnte. Dass dabei keine Säge, sondern nur ein kleines vibrierendes Rädchen verwendet wurde, beruhigte die Schulsanitäter/innen dann doch ganz gewaltig.

 

Nach diesen sehr medizinisch orientierten Exkursionen durften sich die Schulsanitäter/innen, die gleichzeitig auch als Sporthelfer/innen aktiv sind, ein paar Einheiten lang im Fitnessstudio Baegersport austoben. Dort erläuterten sie sich gegenseitig die zahlreichen Trainingsgeräte und welche Muskeln damit trainiert werden. Auch mögliche Gefahrenpunkte beim Training mit Gewichten erwähnten die Schüler/innen und wiesen dabei beispielsweise auf die Wichtigkeit des Aufwärmens hin. 

 

An dieser Stelle möchten wir sämtlichen beteiligten Institutionen und deren sehr engagierten Mitarbeiter/innen für die guten Kooperationen danken. Wir freuen uns auf alle weiteren Exkursionen, wo die Schüler/innen so realitätsnah Erfahrungen sammeln können!

S. Max

 

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