Schule an der Sieg - Sekundarschule Eitorf

 

Detailregelungen zum „Trainingsraum-Konzept“ in der Schule an der Sieg

 

  1.    Folgende Grundregeln gelten in jedem Klassenraum/Fachraum:

 -     Jeder Schüler, jede Schülerin hat das Recht auf einen guten Unterricht und die Pflicht, 

    diesen störungsfrei zu ermöglichen.

-      Jeder Lehrer, jede Lehrerin hat das Recht auf einen störungsfreien Unterricht und die 

    Pflicht, diesen gut zu gestalten.

 -     Rechte und Pflichten von Lehrern und Schülern müssen von allen gewahrt, respektiert

    und erfüllt werden.

 

 2.    Folgende Regeln für den Unterricht gelten in jedem Klassenraum und sind für

     jeden sichtbar auf großen Plakaten aufgeschrieben und hängen in jedem

     Unterrichtsraum:

 -          Ich höre zu, wenn andere sprechen.

 -          Ich melde mich und warte, bis ich aufgerufen werde.

 -          Ich achte das Eigentum anderer.

 -          Ich spreche höflich.

 -          Ich gehe rücksichtsvoll mit anderen um.

 -          Ich befolge die Anweisungen des Lehrers / der Lehrerin.

 -          Ich passe im Unterricht auf und beteilige mich.

 

 3.      Folgendes Frageverfahren ist bei der ersten Störung verbindlich (!) von

      jeder/jedem Kollegin/Kollegen anzuwenden:

 

-          Was machst du gerade?

 -          Gegen welche Regel verstößt du mit deinem Verhalten?

 -          Was geschieht, wenn du gegen die Regeln verstößt?

 -          Wofür entscheidest du dich?

 -          Wenn du wieder störst, was passiert dann

   

 4.      Bei der zweiten Störung:

       „Ich sehe, du hast dich entschieden, in den Trainingsraum zu gehen.“

 

 5.      Es wird das Formular „Zuweisung an den Trainingsraum“ genutzt.

 6.      Von großer Bedeutung ist, dass die Fragen freundlich, respektvoll und ohne Drohung

      gestellt werden. Die T-Raum Methode will einen Lernprozess zur Selbstkontrolle und

      -veränderung initiieren, sie ist keine Strafmaßnahme.

 7.    Eine pauschale erste T-Raum-Ermahnung für eine Schülergruppe oder für die gesamte

     Klasse widerspricht den Regeln. Die T-Raum-Ermahnung kann immer nur individuell für

     einen Schüler oder für eine Schülerin ausgesprochen werden.

 8.    Das T-Raum Konzept kann nicht in den Pausen als Maßnahme für ein Fehlverhalten

    genutzt werden.

 9.   Auch auf Busfahrten oder im Schwimmbad kann die T-Raum-Frage nicht gestellt

    werden, da der Schüler dort nicht die Entscheidungsmöglichkeit hat.

  

 10.  Wann gibt es welche Konsequenzen?

 

-     Verweigert sich ein/e Schüler/in in den T-Raum zu gehen, muss er/sie nach der

    entsprechenden Stunde die Schule verlassen und darf erst nach einem Gespräch der

    Eltern in der Schule wieder am Unterricht teilnehmen.

 -      Ein/e Schüler/in wird unverzüglich von dem/der jeweiligen Mitarbeiter/in im T-Raum in

    das Sekretariat gebracht und muss die Schule verlassen, wenn

 a)   er/sie die Mitarbeit im T-Raum verweigert

 b)   er/sie 2x am Tag, 3x in der Woche, 4x im Monat oder 5x in sechs Monaten in

     den T-Raum geht.

 - Einer der beiden Klassenlehrer/innenbenachrichtigt dann per Telefon die Eltern und verabredet

   einen Gesprächstermin möglichst für den nächsten Vormittag. In der Regel ist das 7.30 Uhr des

   nächsten Tages.

 - Der T-Raum Betreuer spricht den/die jeweilige/n Klassenlehrer/in an, da diese/r nach

   Möglichkeit am Gespräch teilnehmen sollte. Kann die/der Klassenlehrer/in aus zeitlichen

   Gründen nicht am Gespräch teilnehmen, wird der/die Fachlehrer/in, der/die den Schüler dem

   Trainingsraum zugewiesen hat, angesprochen.

 - In den 15-20 Minuten vor dem Unterricht kann kein ausführliches Beratungsgespräch geführt

   werden. Der/Die Klassenlehrer/in entscheidet, ob es ein Folgegespräch in der Sprechstunde

   geben soll.

 - Ist kein Elternteil erreichbar, muss der Schüler/die Schülerin unter Aufsicht bis zum

   Schulschluss warten. Hier muss jeweils der Einzelfall betrachtet werden. Unter Umständen kann

   auch z.B. ein jüngerer Schüler in einer hohen Jahrgangsstufe oder ein älterer Schüler in einer 5.

   Klasse untergebracht werden.

 - Werden die Eltern erreicht, entscheiden sie, ob der/die Schülerin alleine nach Hause kommt

   oder abgeholt wird.

 - Bei 6 und mehr Trainingsraumbesuchen gibt es eine Sonderregelung unter Einbeziehung der

   Schulleitung.

 - Die Woche bzw. der Monat, ab welcher/m die 2,3,4-Regel gilt, beginnt mit dem ersten Eintritt in

   den T-Raum.

 -   Ein Schüler/eine Schülerin, der /die nach dem zweiten Frageprozess in den

   Trainingsraum geht, darf im Laufe dieser Stunde nicht in den Fachunterricht

    zurückkehren. Er/sie bleibt bis zum Stundenende im Trainingsraum bzw. in einem

    benachbarten Raum unter Aufsicht.

 Begründung: Dieser Schüler/diese Schülerin hat schon zweimal durch Störverhalten den

    Unterrichtsprozess unterbrochen. Die Rückkehr bewirkt unter Umständen eine dritte

    Unterbrechung.

 -    Schüler, die sich nach dem ersten Frageprozess für den Trainingsraum entscheiden,

   dürfen während der laufenden Unterrichtsstunde in ihre Klassen zurückkehren, wenn der

   Plan vom Lehrer/ von der Lehrerin akzeptiert wird.

 -   Sollte das Gespräch und die Planerstellung bis in die nächste Unterrichtsstunde dauern,

   dürfen die Schüler während dieser Unterrichtsstunde zurückkehren.

 

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