Schule an der Sieg - Sekundarschule Eitorf

Die "Trainingsraum-Methode" wurde an der

Sekundarschule Eitorf - Schule an der Sieg 

auf Beschluss der Schulkonferenz im Jahr 2012 eingeführt.

 

Das Programm zu Stärkung der Eigenverantwortung
Die Trainingsraum-Methode
nach Dr. Heidrun Bründel und Erika Simon

 

Der Trainingsraum

 

Der Trainingsraum ist ein Klassenzimmer oder eigens eingerichteter Raum für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die im Unterricht stören und sich nicht an die geltenden Regeln halten wollen oder können. In ihm stehen Einzeltische, an denen die eintreffenden Schülerinnen und Schüler Platz nehmen können. Trainingsraumlehrer sind für diejenigen Schülerinnen und Schülern da, die sich für den Trainingsraum entschieden haben und damit zeigen, dass sie Hilfe und Unterstützung brauchen, weil sie sich offensichtlich nicht an Regeln halten können.

Der Trainingsraum ist ein Ort, an dem Unterricht in anderer Form stattfindet, nämlich ein vertieftes Nachdenken über das eigene Verhalten. Ziel ist es, mit Unterstützung der Schulsozialarbeiter oder eines dafür ausgebildeten Lehrers, den Schüler einen Plan entwickeln zu lassen, wie er es schaffen kann, sich demnächst besser an die Regeln zu halten. Der Unterricht im Trainingsraum hat das Ziel, die soziale Kompetenz eines wiederholt störenden Schülers zu erweitern. Er ist kein "Ausschluss" vom Unterricht, sondern zeitlich begrenzter Unterricht in einem Klassenzimmer, in dem es verstärkt um Erziehung und um die ganz individuellen Belange des Schülers geht.

 

 

Gewinn und Chancen

 

Für die Schülerinnen/ Schüler:

  • Ich störe, werde aber nicht abgelehnt.
  • Ich mache mir die Regelverletzung bewusst.
  • Ich überlege und bedenke die Konsequenzen.
  • Ich bin für mein Tun selbst verantwortlich.
  • Ich werde unterstützt.
  • Ich denke darüber nach, was ich verändern kann.

 

 Für die Lehrkräfte:

 

  • Ich habe die Chance, einen weitgehend störungsfreien Unterricht zu halten.
  • Weniger Ermahnungen, kein Feilschen, keine langen Diskussionen.
  • Stringentes Vorgehen bei Störungen.
  • Ich trage Verantwortung nur für mein eigenes Tun.
  • Ich bin verantwortlich für das was ich "aussende", nicht für das, was ankommt und was die Schüler daraus machen.

 

 

Elterngespräche:

 

Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil der Methode, sie unterstreichen das Ziel, die Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule zu festigen. Wenn ein Schüler/eine Schülerin häufig den Trainingsraum aufsucht, werden die Eltern zu einem Interventionsgespräch eingeladen

 

(s. Detailregeln siehe Menüleiste).

Welche Hilfen im Einzelnen die Schülerinnen und Schüler benötigen, soll als Ergebnis der Elterngespräche festgehalten werden. Damit unterscheiden sie sich von den Klassenkonferenzen, an deren Ende häufig eine Sanktionsmaßnahme ausgesprochen wird. Elterngespräche, so wie sie hier verstanden werden, werden mit dem Ziel geführt, Hilfsangebote zu machen, Maßnahmen vorzuschlagen, die dazu führen, dass der betreffende Schüler ohne zu stören am Unterricht teilnehmen und somit am besten von ihm profitieren kann. An Elterngesprächen nehmen der Trainingsraumlehrer und der Klassenlehrer, die Eltern und bei Bedarf auch der Schüler bzw. die Schülerin teil.

 

 

 

 

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